Mittwoch, 30. Juni 2010

Pressemitteilung: Wahl des Migrantinnen- und Migrantenbeirats am 18. Juli:

„Die lange Nacht zur Beiratswahl“ am 7. Juli
Diskussion – Kultur – Party – WM-Halbfinale

Kandidat/innengespräch am 14. Juli

Im Zusammenhang mit der Wahl des Migrantinnen- und Migrantenbeirats am Sonntag, 18. Juli, finden zwei öffentliche Veranstaltungen statt.

Am Mittwoch, 7. Juli, von 18.30 bis 23 Uhr steigt im Bürgerhaus Seepark „Die lange Nacht zur Beiratswahl“. Diskussion – Kultur – Party lautet das Motto, und dazu gibt es die Möglichkeit, sich das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft anzuschauen. Der Eintritt ist frei.

Um 18.45 Uhr wird zunächst die zweite Nummer der „In-Zeitung“ präsentiert – eine Spezialausgabe zur Beiratswahl. Sie liegt dem städtischen Amtsblatt bei und kommt in jeden Freiburger Haushalt. Unter dem Motto „Migrationspolitik: Wir mischen mit!“ stellen sich ab 19 Uhr die Kandidatinnen und Kandidaten vor. Und ab 20.30 Uhr gibt es ein Kulturprogramm mit Musik, Tanz und Überraschungen.

„Gleiche Rechte?! Gleiche Chancen?! Ausgrenzung überwinden! Aber wie?“ lautet der Titel eines moderierten kommunalpolitischen Gesprächs mit den Kandidatinnen und Kandidaten,. Es findet am Mittwoch, 14. Juli, um 19 Uhr im Winterer-Foyer des Theaters Freiburg statt. Der Eintritt ist frei.

Beide Veranstaltungen werden vom Büro für Migration und Integration der Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit den Listenbündnissen zur Beiratswahl durchgeführt

Donnerstag, 24. Juni 2010

Wie finden die Wähler/innen ihr Wahllokal?

Die Wähler/innen können grundsätzlich nur in dem Wahllokal ihres Wahlbezirkes wählen (Ausnahme: Mit einem Wahlschein, der beantragt werden muss, kann in jedem Freiburger Wahllokal oder durch Briefwahl gewählt werden). Wo sich dieses Wahllokal befindet, kann über den Wahllokalfinder schnell und einfach ermittelt werden. Es ist nur die Eingabe der Straße und der Hausnummer des/der Wahlberechtigten erforderlich. Nach Klick auf "suchen" erscheint das Wahllokal mit Adresse, Wahlbezirksnummer und Foto des Wahlgebäudes. Bei Bedarf kann man sich auch den Kartenausschnitt anzeigen lassen.

Montag, 21. Juni 2010

Bürgermeister Ulrich von Kirchbach zur Migrantinnen- und Migrantenbeiratswahl 2010

Badische Zeitung: Kampf um mehr Wähler hat begonnen

Zur Wahl des Migrantenbeirats treten am 18. Juli 19 Kandidaten mehr an als 2005 / Vorstellungsrunde im Historischen Kaufhaus.

Freiburgerinnen und Freiburger mit ausländischem Pass aus 160 Ländern sowie Eingebürgerte und Spätaussiedler können am 18. Juli zum zweiten Mal einen neuen Migrantenbeirat wählen. Insgesamt sind 23 000 Bürger wahlberechtigt; 13 500 von ihnen kommen aus Ländern außerhalb der EU. Mit der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten im mäßig besetzten Historischen Kaufhaussaal wurde am Samstagmittag die heiße Wahlkampfphase eingeläutet.

Hans Steiner vom städtischen Büro für Migration und Integration ist zufrieden: Traten zur ersten Wahl vor fünf Jahren 60 Kandidaten auf fünf Listen an, sind es diesmal auf acht Listen 79 – darunter 30 Frauen – aus vielen verschiedenen Ländern, Berufs- und Altersgruppen. Den Listen gehören zum Teil verschiedene Nationalitäten an, auf einigen stehen aber auch Vertreter einer einzelnen Volksgruppe oder Nationalität (siehe Infobox). "Wir können ein sehr gutes inhaltliches und personelles Angebot präsentieren", so Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach bei der Vorstellungsrunde der Kandidaten. Von den großen Migrantengruppen in der Stadt seien lediglich die Roma- und die jüdischen Kontingentflüchtlinge aus der Sowjetunion nicht mit einer Liste vertreten, bedauert Steiner.

Verbessert wurden auch die Rahmenbedingungen: So gibt es die Möglichkeit, entweder eines der zehn Wahllokale aufzusuchen oder – dies ist neu – per Briefwahl abzustimmen. Bürokratische Hürden bleiben: Spätaussiedler und Eingebürgerte müssen sich bis 27. Juni in ein Wählerverzeichnis eintragen lassen. "Das sind Dinge, die die Wahl nicht einfacher machen", weiß Steiner. Trotzdem hoffen er und der Beiratsvorsitzende Miguel Garcia auf eine höhere Wahlbeteiligung. 2005 gingen nur 6,4 Prozent der 20 000 Wahlberechtigten an die Urne. "Mindestens zehn Prozent", sagt Steiner, "wären diesmal schon gut."

Ein Vorteil des 19-köpfigen Migrantinnen- und Migrantenbeirats gegenüber seinem Vorgänger, dem Ausländerbeirat, sei, dass in Ersterem keine Stadträte mehr säßen, sagt Steiner. Im Ausländerbeirat habe ein Ungleichgewicht geherrscht – "die Politiker hatten immer einen Wissensvorsprung". Der Migrantenbeirat müsse sich als Gremium verstehen, das, anstatt selbst Themen aufzuarbeiten, der Politik Impulse gebe – etwa, indem es mit Anfragen an Gemeinderat und Ausschüsse Beschlüsse herbeiführe. Vor allem das politische Gewicht des Gremiums kritisieren amtierende Beiräte wie Garcia oder Ergün Bulut. "Wir brauchen mehr Entscheidungsrecht", fordert Bulut. Sein Vorschlag: Einige Vertreter des Beirats sollten im Gemeinderat bei Themen, die Migranten betreffen, mitentscheiden. Zudem benötige man eine bessere finanzielle Ausstattung. Dem Migrantenbeirat stehen jährlich 10 000 Euro zur Verfügung.

Wahl des 2. freiburger Migrantenbeirats

Zur Wahl am 18. Juli treten acht Listen mit 79 Kandidatinnen und Kandidaten an. Die überparteiliche Frauenliste "Sisters" (9 Frauen aus verschiedenen Ländern), die Liste Landsmannschaft "Deutsche aus Russland" (DaR) (5 Kandidatinnen und Kandidaten aus Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion), die Demokratische Migrantengruppe (DMG) (6 Männer aus Afghanistan), die Interkulturelle Liste (IKL) (14 Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Ländern), die Liste Internationale Migranten-Unterstützung (IMU) (16 Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Ländern), die Kurdische Liste (6 kurdische Männer), die Liste Stimme mit Akzenten (15 Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Ländern) sowie die Liste Freiburg International (8 Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Ländern). Weitere Infos: http://www.migrantenbeirat-freiburg.de "Lange Nacht zur Beiratswahl" am Mittwoch, 7. Juli, 18.30 Uhr, im Bürgerhaus Seepark; Diskussion zwischen Kandidaten und Kommunalpolitikern am Mittwoch, 14. Juli, 19 Uhr, im Wintererfoyer des Theaters. Die neue Ausgabe der Migrantenzeitung "In-Zeitung" mit Wahlinfos erscheint am Freitag, 2. Juli.

Sonntag, 20. Juni 2010

Übersicht der zugelassenen Listen für die Migrant/innenbeiratswahl am 18. Juli 2010

Frauenliste Sisters
101 Ciklauri-Lammich, Eliko Juristin
102 Özdemir, Seminur Diplom-Pädagogin
103 Wondrak, Ekaterine Dolmetscherin
104 Avsajanishvili, Eka Studentin
105 Irsheid, Siba Rechtsanwältin
106 Elias, Nisrin Erzieherin
107 Klick, Valentina Selbstständig
108 Palkovska, Rayisa Grigorivna Angestellte
109 Kolyaei, Shahla Studentin

Landsmannschaft Deutsche aus Russland (DaR)
201 Feist, Emma Lehrerin
202 Wittmann, Walter Musiklehrer
203 Lang, Viktor Kunstmaler
204 Wittmann, Rosa Veranstaltungsorganisatorin
205 Lingert, Waldemar Kraftfahrer

Demokratische Migrantengruppe (DMG)
301 Dr. Masumy, Said Alim Wissenschaftler (Forstwirtschaft)
302 Dr. Nazary, Zahir Arzt
303 Hares, Mir Azizullah Selbstständig
304 Farhatyar, Masuod Selbstständig
305 Dr. Nadjem, Abdul Hadi Arzt
306 Daftarie, Hamed Mohammed Selbstständig

Interkulturelle Liste (IK-L)
401 Rassner, Ofelia Lehrerin
402 Cirlan, Georgeta Hotelfachfrau
403 Castillo Gonzalez, Francisco Javier Student
404 Sylla, Diaba Friseurin
405 Chaturvedi, Kashi Nath Yoga-Lehrer
406 Diaz de la Cruz, Maria Lisbet Reinigungskraft
407 Maatouk, Mohamad Waked Arbeitssuchend
408 Ventura da Silva, Rita de Cassia Altenpflegerin
409 Daftarie, Mariam Hausfrau
410 Le Trung, Thuy Gastwirt
411 Dieye, Papa Pathe Musiker
412 de Rosa, Rosa Maria Verwaltungsangestellte
413 Ait Maamar, Djamal Arbeitssuchend
414 Dr. Farhan, Nabeel Khaled Naji Arzt

IMU Internationale Migranten Unterstützung
501 Torlak, Yasar Fotograf
502 Yildiz, Ferruh Großhandelskaufmann
503 Koc, Zafer Selbstständig
504 Yapca, Idris Vertriebsassistent
505 Akbas, Murat Kaufmann
506 Özdin, Tevabil Selbstständig
507 Sarikaya, Hüseyin Schneidermeister
508 Celik, Özkan Student (Lehramt)
509 Gecit, Celalettin Kfz-Mechaniker
510 Karakaya, Hatun Kauffrau
511 Akbas-Eren, Serife Sümeyye Verkäuferin
512 Beqiri, Behar Maler
513 Wyszkowski, Robert Journalist
514 Barabash, Mariya Sprachdozentin
515 Fisher, Alexander Betriebswirt
516 Matta, Jagmon Singh Gastwirt

Kurdische Liste
601 Contay, Cihan Arbeiter
602 Mohammed, Moal Kaufmann
603 Atila, Erdal Student
604 Mike, Mustafa Student
605 Özgün, Mehmet Serif Arbeiter
606 Askin, Hasan Arbeiter

Stimme mit Akzenten
701 Dr. Garcia González, Miguel Angel Professor
702 Demirbüker, Ali Diplom-Betriebswirt
703 Dr. Alarcón Dávila, Mónica Lehrbeauftragte (Philosophie)
704 Boltovskaia, Svetlana Ethnologin
705 Dr. Salavati-Khouzani, Mohammad Informatiker
706 Punch, Edmund Arbeitslos
707 Rolim-Schulz, Lucia Maria Sprachlehrerin
708 Osorio Ortiz, Marcos Eduardo Netzwerkadministrator
709 Calheiros, Deolinda Selbstständig
710 Brahma, Prodosh Kumar Diplom-Ingenieur, Rentner
711 Garcia, Francisco Gastwirt
712 Amponsah, Joseph Freier Künstler
713 Prokudina, Sofya Lehrerin
714 Campos, Alda Webprogrammiererin
715 Bulut, Ergün Sozialarbeiter

Freiburg International
801 Bah, Mamadou Yero Kfz-Mechaniker
802 Akanazu, Joe-Blaise Nnaemeka Handelsvertreter
803 Amoasi-Mensah, Simon Kojo Bautechniker
804 Gründer, Meral Soziologin
805 Lopes Fernandes Raff, Julia Maria Studentin (Erziehungswissenschaften)
806 Atas, Hasan Cem Wissenschaftler
807 Hetkamp, Anne Krankenschwester
808 Attivor, Koffi Agbemenyo Kfz-Mechaniker