Montag, 19. Juli 2010

Migrantinnen- und Migrantenbeirat: Freiburg hat gewählt

Über 21.000 Freiburger Migrantinnen und Migranten waren heute aufgerufen, ihren Beirat zu wählen. Doch nur 1.311 Wählerinnen und Wähler nutzten ihr Recht - mit 6,1 % ist die Wahlbeteiligung noch niedriger als vor fünf Jahren. Das vorläufige Ergebnis der Migrantinnen- und Migrantenbeiratswahl gibt es hier als PDF zu Download: www.freiburg.de/wahlen

Bekanntgabe der Ergebnisse

Das amtliche Endergebnis stellt der Wahlausschuss am Dienstag, 20. Juli, um 16 Uhr fest. Die öffentliche Sitzung findet in der Aula des Rathauses statt.

Sonntag, 18. Juli 2010

Am 18. Juli 2010 wird der Migrantinnen und Migrantenbeirat der Stadt Freiburg neu gewählt!

Dem Migrantinnen- und Migrantenbeirat kommt in Freiburg eine zentrale Stellung und Funktion in Fragen der politischen Teilhabe und Mitgestaltung des Gemeinwesens zu. Vor dem Hintergrund einer gewachsenen öffentlichen Aufmerksamkeit für die Integrationsthematik ist der Migrant/-innenbeirat seitens der Kommunalpolitik und der Migrant/-innen heute mit hohen Erwartungen konfrontiert, denen er Rechnung tragen muss.

Durch die Urwahl erhält der Beirat demokratische Legitimation und lokal politisches Gewicht. Rolle und Bedeutung des Gremiums hängen nicht zuletzt davon ab, ob es gelingt, Wählerinnen und Wähler für eine Teilnahme an der Wahl zu motivieren und zu gewinnen.

Sie entscheiden mit Ihrer Stimme über seine Zusammensetzung und seinen künftigen Erfolg! Es geht um Sie und Ihre Interessen!

Je mehr Menschen wählen gehen und den Migrantinnen- und Migrantenbeirat aktiv unterstützen, desto wirkungsvoller können wir die gemeinsamen Interessen von rund 30.000 FreiburgerInnen mit Zuwanderungsgeschichte vertreten!

Nutzen Sie Ihr Wahlrecht
Gehen Sie zur Wahl!
Sie bestimmen, wer Ihre Belange vertritt!


Wahlaufruf in mehreren Sprachen
18. Juli 2010 - 
WÄHLEN SIE IHREN MIGRANTENBEIRAT !


Stärken Sie die Arbeit des Migrantinnen und Migrantenbeirates vor Ort!
Sprechen Sie Verwandte, Bekannte und Arbeitskolleg(inn)en an!

Samstag, 17. Juli 2010

TV Südbaden: Am 18. Juli wird in Freiburg der Migrantenbeirat gewählt

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FREIBURG Er vertritt seit 1986 die Interessen aller Freiburger, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben

Am Sonntag wird in Freiburg ein neuer Migrantenbeirat gewählt. Seit 1986 vertritt er die Interessen aller Freiburger, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben. Für sie ist die Wahl des Beirats, die einzige Möglichkeit die Politik in ihrem Wohnort mitzugestalten. Viele wissen aber gar nicht für was der Migrantenbeirat steht und wofür er sich einsetzt.

Quelle: http://www.tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=2107&showNews=775176

Freitag, 16. Juli 2010

Podiumsdiskussion zur Migrantenbeiratswahl 2010

14.7.Migrantenbeiratswahl Freiburg 2010 - Podiumsdiskussion Juli 2010 on Vimeo.

BZ: Wie offen ist Freiburg?

Vor der Wahl am Sonntag: Debatte zum Migrantenbeirat.

Wie liberal ist die "offene Stadt" Freiburg wirklich? Diese Frage war am Mittwochabend bei einer Diskussion zur Wahl von 19 neuen Mitgliedern des Migrantinnen- und Migrantenbeirats genauso wichtig wie die Dauerbrenner Bildung und Arbeit. Aktueller Streitpunkt: Der Umgang der Stadtverwaltung mit neu angekommenen und mittlerweile zum Teil wieder verschwundenen Roma-Flüchtlingen.

Immer wieder nickt Miguel Garcia, der Vorsitzende des bisherigen Migrantenbeirats. Michael Moos, Stadtrat der Linken Liste, legt gerade in der ersten von vier Runden mit Beirats-Kandidaten und Stadträten fast aller Fraktionen im Winterer-Foyer des Theaters los: Warum gerate das angeblich liberale Freiburg sofort in Panik, wenn mal mehr Flüchtlinge als gewohnt ankämen? Wieso werde es als Erfolgsmeldung verkauft, wenn ein Teil der Flüchtlinge nun wieder weg sei– aus ungeklärten Gründen? Denn für die Theorie der Stadtverwaltung, dass Schlepper an den Flüchtlingen Geld verdient hätten, gebe es "null Beweise". Die Bundespolizei habe keine Erkenntnisse zu den angeblichen Schleppern, behauptet Coinneach McCabe, Stadtrat der Grünen Alternative Freiburg.

Die zwei Stadträte kritisieren scharf, dass Flüchtlinge in Freiburg neuerdings in zwei Klassen eingeteilt würden: Die alten "guten" und die neuen, "die man nicht haben will" – obwohl die Situation im Kosovo anerkanntermaßen schlecht sei. Was kann der Migrantenbeirat da tun, will Sebastian Bargon, freier Journalist, der die Runden moderiert, von Miguel Garcia wissen. "Immer wieder darauf hinweisen", antwortet der etwas hilflos. Ein Problem des Beirats ist, dass große Teile seiner Tätigkeiten selten öffentlich werden – zum Beispiel die Arbeit der Flüchtlings- oder der Bildungskommission. Ali Demirbüker, Kandidat der "Stimme mit Akzenten", hat Veranstaltungen zu einer "migrantenfreundlichen Schule" mitorganisiert, bei der auch diskutiert wurde, was jetzt die CDU-Stadträtin Sylvie Nantcha betont: Migranteneltern sind interessiert an der Bildung ihrer Kinder, können sie nur oft nicht unterstützen.

"Eine Schule für alle", wie sie das gleichnamige Bündnis anstrebt, könnte Migrantenkindern helfen, sagt der grüne Stadtrat Ibrahim Sarialtin und fordert: "Der Migrantenbeirat muss viel, viel politischer werden!" Spontaner Applaus im Publikum, das vor allem aus Mitgliedern der acht Listen besteht, die zur Wahl antreten. Doch viele der Kandidaten haben bisher keine Erfahrung im politischen Arbeiten. Sie stellen Fragen statt Forderungen. Zum Beispiel Ofelia Rassner, die für die Interkulturelle Liste antritt: "Wäre es möglich, eine Stelle einzurichten, die Migranten auf ihrem Weg ins Arbeitsleben begleitet?" Das sei viel zu bescheiden, findet ein Mann im Publikum: "Warum sagen Sie nicht: Wir wollen diese Stelle?"

Doch auch Forderungen haben einen langen Weg, weil sie vom Beirat, der nur eine beratende Funktion hat, in die Ausschüsse getragen werden müssen, sagt eine Zuhörerin: "Da geht viel verloren."

Infos zur Wahl am Sonntag: http://www.migrantenbeirat-freiburg.de

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/wie-offen-ist-freiburg

Donnerstag, 1. Juli 2010